Jahresversammlung 2024
Ein wichtiger Meilenstein wurde erreicht für die B20 Ortsumgehung Gumpersdorf.
Dies geht aus dem Schreiben an Alexander Dafinger, 2. Vorsitzender des Fördervereins Ortsumgehung Gumpersdorf, hervor. So gehe man davon aus, schon nächstes Jahr das für das Projekt wichtige Planfeststellungsverfahren beantragen zu können.
Nach der Begrüßung berichtete 2.Vorsitzender Alexander Dafinger über das Schreiben von Ministerialrat Rainer Popp, der sich für den fortwährenden Einsatz des Fördervereines bedankte. So gab es kürzlich Plananpassungen, darunter etwa eine Erhöhung der Dammlage in Teilbereichen und eine Verlängerung der geplanten Ortsumgehung um rund 150 Meter zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der besseren Anbindung an den Bestand.
All diese Planungsanpassungen habe die bayrische Straßenbauverwaltung mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr abgestimmt und nun im Mai 2024 die Zustimmung erhalten, mit den Unterlagen in die nächste Planungsphase einzusteigen. Aktuell würden noch ergänzende Berechnungen für den Hochwasserabfluss durchgeführt und der Auftrag für das Fachgutachten der Deponie vorbereitet. „Einen guten Fortgang dieser Arbeiten vorausgesetzt, gehen wir davon aus, dass im nächsten Jahr das Planfeststellungsverfahren beantragt werden kann“, heißt es im Schreiben des Ministerialrates.
Vorsitzender Norbert Püschel berichtete, dass sich auch die Servicestelle Pfarrkirchen mit erfreulichen Fortschritten in Planung und Umsetzung gemeldet habe. Laut Baurat Julian Wirtz wurde der Auftrag für das Fachgutachten zur Deponie vergeben. Das beauftragte Ingenieurbüro wird als nächsten Schritt ein entsprechendes Bohrkonzept vorlegen. Weiter hieß es, dass die seitens der Wasserwirtschaft unlängst angeführte Forderung nach einem geänderten Konzept für den Retentionsraumausgleich in die technische Planung mit erheblichen Aufwand eingearbeitet werden konnte.
Des weiteren wurde mit der Lärmberechnung als wesentliche Grundlage für die Erstellung des Feststellungsentwurfes begonnen.
Weiter schrieb der Baurat: „Überdies konnten wir erfreulicherweise den Radweg entlang der B20 am geplanten Bauende der Ortsumfahrung (Richtung Burghausen) als Teilprojekt auskoppeln und kürzlich bereits sogar baulich fertigstellen. Für eine am selbigen Bauende befindliche Hofstelle laufen Vorbereitungen auf eine mögliche Ortsumfahrung und derzeitig bereits die Vorbereitungen zur Vergabe der Rückbauarbeiten.“ Bis dahin bleibe weiter das Ziel, so der zuständige Baurat in seinem Schreiben, im Jahr 2025 die Planfeststellung bei der Regierung von Niederbayern zu beantragen.
Den Kassenbericht legte Ludwig Spermann offen. Von Seiten der Kassenprüfer Michael Hölzlwimmer und Ludwig Dorfner gab es keine Einwände. Somit stand der Entlastung der Vorstandschaft nichts im Wege.
Bürgermeister Karl Holböck berichtete, dass wie allseits bekannt ist, Geld ein leidiges Thema ist. Besucht wurde man kürzlich von den CSU Politikern MdL Martin Wagle und MdB Max Straubinger in der Gemeinde. Leider stehe Geld zur Zeit nur für den Unterhalt der Straßen und Autobahnen zur Verfügung. So hoffe man, dass das Planfeststellungsverfahren 2025 möglich wäre, aufgrund der neuen Regierungsbildung, die ansteht.
Wichtig sei auch, dass der Lärm-bzw. Hochwasserschutz wesentlich teuerer sei. Bei der bestehenden Deponie müsse ausnahmsweise alles wieder raus, damit die Standfestigkeit gewährleistet werde. Hier gehe es auch um eine Einschleifung.
Zum letzten Tagesordnungspunkt berichtete Ludwig Spermann, ein Anwohner an der B20. Das Verkehrsaufkommen sei wesentlich stärker, wegen der Sanierung im Ortszentrum Reischach, weil der Verkehr über Gumpersdorf umgeleitet wird. Laut ihm seien bei einer Verkehrszählung an der B 20 insgesamt 4000 Fahrzeuge gezählt worden, wobei am Brenner 7000 gerechnet werden. So bat der Anwohner, wieder ein Gerät für eine Verkehrszählung aufzustellen sowie Politiker einzuladen, um dies vor Ort anzusehen.
Anfangs wurde an drei Verstorbene gedacht: Herbert Wilmerdinger, Ewald Fink und Grudo Fahsig.
